Fatima Spar & The Freedom Fries
Fatima Spar & The Freedom Fries treffen zur richtigen Zeit den richtigen Nerv, mit Originalität und einem Konzept, das ebenso offen ist wie die Band selbst. Heiße Grooves und hemmungslose Musik, guter alter Swing, Balkan-Brass und orientalischer Pop schmelzen im Hochofen der Freedom Fries zu immer frischer und feurig servierter Tanzmusik zusammen. Die türkische Sängerin Fatima Spar und ihre Kapelle, deren Mitglieder aus allen möglichen Nachfolgestaaten der Habsburger und des osmanischen Reiches stammen, fanden zwanglos zur ersten postosmanischen Swingband zusammen, die bisweilen so jammt, als wäre Harlem eine Wellblechsiedlung in Belgrads oder in Istanbul.
Absoluter Mittelpunkt der Band ist die zierliche aber auf der Bühne frivol auftretende Frontfrau Fatima Spar, die ihre Texte in Türkisch und Englisch schreibt und mit fiebrig-lasziver Intensität singt. Manchmal vertauscht sie ihr Mikro mit einem Megaphon, wodurch sie auf Samples oder Computer verzichten kann, wie bei zum Beispiel bei "Joseph, Joseph", ein Hit der Wiener Clubszene.
Die "Slawen" der Band sind jazzerprobte Musiker wie etwa der ukrainische Saxophon-Virtuose Andrej Prosorov, das bulgarische Trompeten-Ass Alexander Wladigeroff oder Milos Todorovski am Akkordeon. Drummer Erwin Schober wirft Hardcore- und Drum’n’Bass- in einen Topf, Posaunist Franz Grützner wartet Marschmusikerfahrung auf und Philipp Moosbrugger ist mit seinem unbändigen Walking Bass der Swing-Hipster der Band – dieses Trio bildet den österreichischen Teil der Kapelle.
Die Band hat im Laufe ihres Bestehens bereits Clubs und Festivals in Deutschland, Belgien, Ungarn, Frankreich und in der Schweiz zum Toben gebracht – unter anderem im Juni 2007 den Eupen Musik Marathon. Mit "Zirzop" haben Fatima Spar und Die Freedom Fries 2006 ihr erstes Album eingespielt, das durchaus hält, was die mitreißenden Konzerte versprochen hatten. "Zirzop" heißt übrigens auf Türkisch so viel wie "verrückt“… Für Tanzwütige, Fans gepflegter Mischmaschmusik aus Swing und Jazz, Balkanbrass und Wiener Schmäh äußerst geeignet. Wer’s noch nicht kennt, der kann sich danach in eine der gerade genannten gesellschaftlichen Gruppen einreihen.
Eintritt 12 €/Studenten & Erwerbslose: 9 € / Schüler: 6 €
Kombiticket inkl. Trotz Ensemble „Projekt Eden“ 18 € / Schüler, Studenten, Erwerbslose: 9 €
Capitol – Saal K2, Neustraße 79, 4700 Eupen.


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