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Puppet Theatre of Quanzhou
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Compagnie Gare Centrale
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Le Grand Manipule
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Les Ateliers de la Colline
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Lutz Grossmann
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FIGUMA 2009

FIGUMA, die 7. Internationalen Figurentheatertage, finden in diesem Jahre vom 13. bis zum 15. November im Jünglingshaus in Eupen statt. Auch dieses Jahr konnte Chudoscnik Sunergia wieder einige nationale und internationale Ensembles und Künstler einladen, deren guter Ruf ihnen vorauseilt.

FIGUMA ist 2009 zum ersten Mal Partner von europalia, einem regelmäßig in ganz Belgien veranstalteten multidisziplinären Kunst- und Kulturevent. Gastland in der europalia-Saison 2009/2010 ist China.

FIGUMA ist auch Partner der neuen grenzüberschreitenden Kulturinitiative RegioTheater O RegioTanz in der Euregio Maas-Rhein. Im Rahmen dieser Kooperation konnten Lutz Großmann, Le Grand Manipule und "Puppet Theatre of Quanzhou" eingeladen werden.

„Tout s’emboîte“ von Le Grand Manipule wird mit der Unterstützung der Französischen Botschaft veranstaltet.

Partner von FIGUMA 2009 ist die grenzüberschreitende Kulturinitiative Regio Theater O Regio Tanz in der Euregio Maas-Rhein.


Das Programm:

13.11. „Tête à claques“, Les Ateliers de la Colline (B), 13h30 & 20h00

13.11. und 14.11. „Kasper tot. Schluss mit Lustig?“, Lutz Großmann (D), 22h00

14.11. „Tout s’emboîte“, Le Grand Manipule (F), 20h00

15.11. „Le destin“, Compagnie Gare Centrale (B), 18h00

15.11. „Highlights“, Musikalisches Schatten- und Puppentheater mit dem Puppet Theatre of Quanzhou (im Rahmen von europalia china), 20h00

Eintrittspreise

12 € pro Aufführung; Reduzierungen: Senioren, Sunergia Karte 9 €, Schüler, Studenten, Arbeitslose 6 €; zwei Aufführungen an einem Tag: 9 € pro Vorstellung.

Tëte à claques

 

Das Stück:

Dieses außergewöhnliche Figurenstück erzählt von den schmerzlichen Kindertagen der Zwillingsbrüder Stef und Mika, die in ihrem Heimatort auf dem Land als Dorftrottel galten. Müde davon immer wieder die Opfer von üblen Streichen zu sein und immer wieder für alles herhalten zu müssen, fassen die Beiden den Entschluss, sich zu rächen. Dabei zünden sie einige Häuser im Dorf an. Einer der beiden wird sofort verhaftet… 12 Jahre später trifft dieser seinen Bruder unter besonderen Umständen wieder. Der Bruder hat in der Zwischenzeit Puppen gesammelt, mit deren Hilfe ihre Geschichte erzählt werden soll.

„Tête à claques“ ist eine starke Geschichte, die mit viel Humor und Originalität Themen aufgreift, die sonst in unserer Gesellschaft unter gehen. Dabei soll auch deutlich werden, dass folgenschwere Taten auch aus einer Opferrolle heraus begangen werden können und eigentlich niemals wirklich grundlos geschehen. Mit enormer Überwindung und viel Emotionalität entschließt sich der Schwächere der Zwillinge - Mika - dazu, an die Öffentlichkeit zu gehen und ihre traumatische Geschichte zu erzählen. Das er dazu der Gesellschaft auch virtuelle Ohrfeigen erteilen muss, ist dabei unumgänglich.  
Stef hingegen sucht eher das Vergessen…

Les Ateliers de la Colline

„Tête à claques“ ist bereits die 28. professionelle Produktion der Ateliers de la Colline aus Seraing bei Lüttich. Die Truppe ist bekannt dafür, Tatsachen und Realitäten in den Vordergrund zu rücken, die der Gesellschaft lieber verborgen bleiben. Les Ateliers de la Colline greifen in ihrer Arbeit den Mangel an Solidarität dieser Zeit an. Jean Lambert, Autor und Regisseur des Stückes, sucht seine Inspirationen dazu in den aktuellen Nachrichten. Zusammen mit Dominique Renard wurden Puppen und Figuren geschaffen, mit denen Stef und Mika ihre Story erzählen. Die beiden Protagonisten werden dabei von den Schauspielern Quantin Meert und François Sauveur dargestellt.

Les Ateliers de la Colline bezeichnen ihr Stück „Tête à claques“ als « art brut ». Fachpresse und Publikum bedachten die Arbeit mir großem Wohlwollen. Wieder einmal ist es Figurenspielern auf vortreffliche Art und Weise gelungen, ihre Gefühle über Puppen auszudrücken und dabei Charaktere zu zeigen, die ihrer Rolle in der Geschichte äußerst gerecht werden.
Freitag, 13. November 2009, Jünglingshaus, Neustraße 86 in Eupen, 13h30 & 20h00

Infos zum Stück: www.actc.be

Tout s’emboîte

Das Stück

„Tout s’emboîte“ ist die aktuelle verrückte Inszenierung von Gilbert Epron. Dieses burleske und völlig an den Haaren herbeigezogene Spektakel besteht aus mehreren kleinen visuellen Sketchen, in denen das Publikum mit grotesken Marionetten, Objekten und Personen unterhalten wird.

„Tout s’emboîte“ umfasst mehrere Episoden:

Die Kiste: Hierbei werden vier kleine Schubladengeschichten aus einem Kasten auf Rädern erzählt. Dazu werden auf groteske und absurde Weise Objekte von einem Schauspieler derart manipuliert, dass man glauben mag, sie würden wirklich leben…

Eine Partie „Hände hoch!“ oder „Balzen mit Phantasie“: Mit bloßen Händen entdecken zwei Silhouetten einander und versuchen sich gegenseitig anzumachen…

Die Hammer: Drei Handwerker - bärtige Zwerge – arbeiten frenetisch an einem Projekt, dass ihr Meisterstück werden soll. Die Säge jault, der Vorschlaghammer tänzelt, der Nagel wird punktgenau in seine Bestimmung gebracht. Alles, was sich bewegen kann, bewegt sich und schuftet!  

„Stiefel aus!“: Mit großem Halali bläst eine Meute von Stiefeln zur Jagd auf die roten Pumps… Keine(r) wird verschont! Es wird auf alles geschossen, was sich bewegt…

Le Grand Manipule

Le Grand Manipule ist eine Truppe aus Paris, die sich mit einer gesunden Dosis Absurdem an ein Publikum jeden Alters richtet. Dabei vermischt sich Schauspiel auf burleske und visuelle Weise mit Objekttheater. Gilbert Epron setzt in „Tout s’emboîte“ Konflikte innerhalb einer Familie von Gegenständen, die oftmals von ihrer ursprünglichen Nutzung weit entfernt sind, und jene Schauspieler, die sie „bedienen“, meisterhaft in Szene. Wenn Schauspieler und Objekte aufeinander treffen, kann alles passieren. Sie gehen ineinander auf, zerstören sich gegenseitig, bauen sich aber auch wieder gemeinsam auf. „Tout s’emboîte“ ist untermalt von Klangbildern und Lautmalerei. Brillantes Spiel und ein Fest für die Sinne!

Die Schauspieler von Le Grand Manipule sind Regisseur Gilbert Epron, Mélanie Devoldère, Paola Rizza und Mathieu Gervaise. Arnaud Bouvet und Zoé Narcy sind für die Regie vor Ort  zuständig. Das Stück richtet sich an jede Altersgruppe und speziell auch an ein junges Publikum.

„Tout s’emboîte“ von Le Grand Manipule wird mit Unterstützung der Französischen Botschaft in Belgien und in Zusammenarbeit mit der grenzüberschreitenden Kulturinitiative RegioTheater O RegioTanz veranstaltet.

Samstag, 14. November, Jünglingshaus, Neustraße 86 in Eupen, 20h00

Infos : www.legrandmanipule.com   

Le destin

Das Stück:

„Le destin“ erzählt die Geschichte einiger stummer Personen aus Aluminium, Gips und Ton – Männer und Frauen auf dem träumerischen Weg zum Mond. Aber, ihr Weg ist von Stolpersteinen gepflastert. Spielzeuge des Zufalls, verletzlich und schlecht gekleidet, wollen sie hoch hinaus, stürzen aber immer tiefer ins Ungewisse. Einer hat einen großen Kopf, den er eigentlich balancieren müsste, der jedoch über den Boden schrammt. Ein anderer so mager, dass ihn der Wind davon trägt. Und dann ist da noch jemand der zu klein ist und ein weiterer, der hingegen zu groß gewachsen zu sein scheint… Schwerfälligkeit, schlechte Wetterumstände und die Gebrechlichkeit ihrer Körper machen ihren Traum zu einem Ding der Unmöglichkeit. Das tragische Los (Le destin) lässt diese Unglücklichen leiden, sorgt aber auch dafür, dass wir, die Betrachter, sie für verrückt halten. Und dann lachen wir auch noch…

La Compagnie Gare Centrale

Seit 2004 begleitet die Compagnie Gare Centrale aus Rhode Saint Genèse am Brüsseler Rand gemeinsam mit der belgischen Förderinitiative Théâtre & Publics junge Kunstschaffende bei der Vertiefung ihrer künstlerischen Fähigkeiten. „Le destin“, ein Stück ohne Worte, ist eine Inszenierung zwischen Schauspiel, plastischer Kunst und Figurentheater, die die Compagnie Gare Centrale gemeinsam mit Théâtre & Publics und mit dem Théâtre de la Balsaminne in Schaarbeek/Brüssel produzierte. Karine Birgé und Marie Delhaye schrieben und inszenierten das Stück und Agnès Limbos führte Regie. „Le destin“ richtet sich an ein breit gefächertes Publikum jeden Alters.

Infos : www.garecentrale.be

Sonntag, 15. November 2009 im Jünglingshaus, Neustraße 86 in Eupen, 18h00

Kasper tot. Schluss mit lustig?

Ein Handpuppenspiel auf der Grenze zwischen Leben und Tod.

Tritratrallala- seid ihr alle da? So fingen in der guten alten Zeit die guten alten Kasperstücke an. Doch das war einmal, denn dunkle Gestalten haben sich zu einer furchtbaren Macht verbündet, die nur ein Ziel kennt: nie wieder Tritratrallala.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt, Kasper ist nämlich in schlechter Verfassung und von Zweifeln geplagt. Ein Knäuel schlimmster Intrigen wird gesponnen, denen Kasper nur entgehen kann, wenn er sich auf seine ursprünglichen Kräfte besinnt und den Fluch des vorgeschriebenen Textes bricht. Denn wenn der Tod das Textbuch schreibt, dann wird das Leben schwierig...

Wer ist Lutz Großmann? Der Berliner Puppenspieler Großmann, Jahrgang 1972, studierte in Leipzig Posaune und an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin Puppenspiel. Nach mehreren Projekten mit den „theater konstellationen“ und mit der französischen Compagnie „Actes Premières“ und Engagements in den Bereichen Puppen- und Objektherstellung und -animation ist er seit einiger Zeit mit seinem Solostück „Kasper tot. Schluss mit Lustig?“ unterwegs. Seit 2007 arbeitet er zudem als Puppenbauer für die Hochschule in Berlin und für das Theater Bielefeld. Für das Theater Baden-Baden schuf er die Marionetten für „Die Räuber“.

Puppen und Spiel: Lutz Großmann, Regie: Hans-Jochen Menzel, Koproduktion mit dem Theater Waidspeicher in Erfurt

Freitag, 13. und Samstag, 14. November 2009 im Jünglingshaus, Neustraße 86 in Eupen, 22h00

Puppet Theatre of Quanzhou

FIGUMA konnte im Rahmen von europalia.china das Ensemble "Puppet Theatre of Quanzhou" aus Fujian an der Ostküste Chinas zu den 7. internationalen Figurentheatertagen einladen. Dieses Ensemble besteht bereits seit 1952 und widmete sich zunächst dem Marionettentheater. Im Laufe der Jahre entwickelte die Truppe Programme für Kinder und auch für Erwachsene, die fast alle im chinesischen Staatsfernsehen gezeigt wurden. Seit der chinesischen Kulturrevolution in den 1960er Jahren trat das Ensemble auf allen Kontinenten der Welt auf und heimste überall Begeisterungsstürme ein.

Von Anfang an wird das Ensemble vom „Großen Meister der Marionetten“ Huang Yi Que geleitet, ein Künstler aus Quanzhou in der Provinz Fujian, der seit dem Alter von 13 Jahren Marionettenspieler ist.

Bei den 7. Internationalen Figurentheatertagen FIGUMA wird das "Puppet Theatre of Quanzhou" am Sonntag, den 15. November 2009 im Jünglingshaus auftreten. Dabei zeigen die Marionetten- und Schattenspieler „Highlights“ aus ihren Programmen mit Ausschnitten aus den Stücken „Marionette Brings Luck“, „Little Monk“, „Drunken Zhong Kui“ und „Taming The Monkey“. 

Partner bei diesem Event ist europalia.china. Die 22. Ausgabe der Europalia, einem alle zwei Jahre stattfindenden multidisziplinären Kulturfestival, findet vom 1. Oktober 2009 bis zum 28. Februar 2010 in ganz Belgien statt. Jede Ausgabe ist einem bestimmten Land gewidmet. Dieses Jahr ist China Gastland.

Sonntag, 15. November 2009, Jünglingshaus, Neustraße 86, B-4700 Eupen, 20h00

Infos: www.europalia.eu

 

 
 
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